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Mein Bauch und ich lernen Karate

Autor: Michael Kutscher
Kategorie: Karate ,  Abteilung
06.11.2013

Abteilungs- und Dojoleiter Stefan Schenk (5ter DAN) gratuliert der Kinderkarate-Trainerin Jutta Wunderlich zur bestandenen Prüfung im 1. DAN. Die gesamte Abteilung freut sich sehr über den Erfolg von Wunderlich und das Erreichen des Schwarzgurtes.

Wie so oft im Leben bringt ein Umzug in eine neue Umgebung/Stadt eine Vielzahl an Veränderungen mit sich. So erging es auch mir, als ich nach der Eingewöhnungsphase nach neuen Herausforderungen suchte.

Der Eine oder Andere mag sich jetzt fragen, was der Beginn eine Sportart zu erlernen mit einer Herausforderung gemein hat. Nun, die Antwort auf diese legitime Frage ist gleich zur Hand. Der Wohlstand und die Bequemlichkeit haben um sich gegriffen. Auf einmal zwickte die Hose da, dort passte die Silhouette nicht mehr. Die erste, meist gut funktionierende Strategie in solchen Fällen lautet: Ausreden finden; so was wie „...was hab ich denn heute wieder gegessen, da ich so aufgebläht bin? ...“ und dergleichen mehr mimen die Freunde zu dieser Zeit. Die nächste Stufe der Eskalationspyramide ist, das Problem zwar als solches zu erkennen es aber dennoch zu schaffen dieses irgendwie zu ignorieren. In dieser Phase sind so innere Stimmen wie „... was das bisschen Lebensqualität wie das gemeinsame Dinner mit der Liebsten soll ich mir verkneifen?...“; die besten Freunde bzw. Ratgeber.

Schlussletztendlich bin ich nach Monaten dann der Einsicht gefolgt, dass man zwar den Tod seines eben noch gerittenen Pferdes ignorieren kann, es aber dadurch keinen Schritt weiter in die richtige Richtung geht. Quintessenz war eine Sportart zu erlernen, die Geist und Körper fordert. Meine Wahl viel schnell auf das Genre „Kampfkünste“, vereinen diese doch wie kaum irgend andere Sportarten Körperbeherrschung, Vielseitigkeit und mentale Stärke.

Also wurden die bekannten Informationsquellen angezapft um sich ein Überblick zu verschaffen. Obwohl es in Lauf a. d. Pegnitz noch weitere Möglichkeiten gegeben hätte Karate zu erlernen, viel meine Wahl schnell auf den TSV Lauf. Ich schätze einfach die seit Jahrzehnten gewachsene Struktur und die Möglichkeit bei vorangeschrittenen Fähigkeiten nahezu jeden Tag trainieren zu können.

Apropos Training, was hilft der beste Vorsatz und die besten Voraussetzungen auf der Vereinsseite, wenn der Terminkalender oder der innere Schweinehund einem das regelmäßige Trainieren versagt. Dennoch möchte ich an dieser Stelle alle Mittdreißiger ermuntern sich nicht von den oben skizzierten Freunden in die Knie zwingen zu lassen; es lohnt sich! Mittlerweile komme ich mir nur noch jede zweite Stunde wie ein Tanzbär vor, dank des unermüdlichen Einsatzes der Trainer.

Nach fast einem Jahr sind auch schon Fortschritte in Sachen Koordination und Beweglichkeit zu verzeichnen. Gemessen an den Leistungen höher graduierterer Kurskollegen, die alterstechnisch schon deutlich von mir entfernt sind, ist mein Fortschritt zwar noch fast „null“, jedoch mit dem Motto: „... es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen...“ lässt es sich gut trainieren. An dieser Stelle möchte ich allen Trainern der Karateabteilung des TSV-Lauf für Ihre Geduld und professionelle Arbeit danken. Es macht Spaß bei Euch zu sein!

Zum Schluss wünsche ich mir, dass durch diesen kleinen Auszug aus dem Gefühlsleben eines Anfängers vielleicht der Eine oder Andere den Mut findet und zum Anfängertraining kommt. Unseren Funktionären wünsche ich weiterhin ein gutes Händchen für den Verein und die nächsten Jahre.

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