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Kunigundenfest 2014 mit sehr starker TSV-Beteiligung

Autor: Anton Hensel
Kategorie: Hauptverein ,  Veranstaltungen
08.07.2014

Beim diesjährigen Kunigundenfest haben sich die TSV’ler richtig ins Zeug gelegt. Die Marchingband stand ja sowieso als Festkapelle auf dem Programm. Aber in diesem speziellen Fall zur Feier des historischen Festes muss man sagen: Die Marchingband und der Spielmannszug ‚Das Original‘ standen gemeinsam an drei Tagen zur Verfügung. Und so ist es auch richtig, denn die Alten und die Jungen bei den Musikern harmonieren exzellent zusammen.

Los ging es mit der vorverlegten Hauptprobe am Markplatz. Das eilte, denn kurz darauf siegte ja schon unsere Nationalelf im Viertelfinale in Brasilien gegen Frankreich. In aller Herrgottsfrühe zogen die Marchingmusiker am Sonntag beim Weckruf von einem der weit abgelegenen, nordwestlichen Ortsteile Laufs in den anderen bis sie letztlich Heuchling erreichten. Friedlich schnarchend lag ich derweil in meinem Bett. Und beim großen Festzug waren weit über 200 TSV-Musiker und TSV–Sportler angetreten um die Kaiserin hinauf zum Reigenplatz auf den Kunigundenberg zu begleiten. Da staunte ich glatt mit offenem Mund.

Vorneweg die Marchingband präzise wie immer mit ihren schwungvollen Rhythmen, das war mir ja schon bekannt von den Vorjahren her – nur die Pferde des Reitvereins wirkten leicht nervös oder waren gar die Begleitpersonen etwas angespannt wegen der Lautstärke und den Trommelschlägen der Drumline. Aber, und dann kam es, als die Spielleute, also die ‚Originale‘ in Sichtweite waren, sah ich nur noch TSV, nur TSV-Menschen. Vorneweg über 40 Musiker plus zusätzlichen Begleitern, die als Helfer mitgingen. Dahinter Holger Niemann mit seinen Badmintonspielern, die am Marktplatz gleich eine leichte Übungseinheit gekonnt absolvierten. Dicht dahinter, angeführt von Ingrid Wacker, eine starke Gruppe der Tennisabteilung. Laut mitgetragenem Banner wollen sie unbedingt Damen, Herren und Kinder ans Netz bringen; wohlgemerkt: ans Netz – nicht ins Netz.

Ganz in Weiß präsentierten Birgit Freiß und Heike Matthis ihre jungen Fechter und Fechterinnen. Und sie fochten in den Gassen. Mit großen Augen verfolgten die Zuseher wie schnell und intensiv diese Sportart auch auf dem Kopfsteinpflaster der Laufer Altstadt vorgetragen werden kann. Dann kamen die Fußballer. Ich dachte, ich sehe nicht richtig. Eine ganze Schwadron marschierte auf mich zu. Wie sich später herausstellte waren es geschätzte 80 bis 100 Personen, junge und ältere, Schüler, Junioren und Senioren, auch die eine oder andere Spielerbraut ließ ihren Fußballstar nicht alleine. Ganz hinten liefen die Trainer Armin Kupfer und Armin Haller sowie Abteilungsleiter Rüdiger Volkmann und hatten das Geschehen fest im Blick, wenn auch nicht sicher im Griff. Ganz vorne rollten sie einen überdimensionalen Fußball durch die Stadt und den Berg hinauf. Elegant wurde den Hinterlassenschaften der Pferde, den am Boden liegenden Äpfeln, ausgewichen. Sie wurden einfach weiträumig umfahren, also umspielt, wie die Fußballer zu sagen pflegen. Was bin ich gerannt um alles zu fotografieren. Sowas sieht man ja nicht alle Tage. Der Schweiß lief mir aus sämtlichen Poren und in sämtliche Ritzen.

Und oben am Reigenplatz saßen die Besucher dicht an dicht. Über 600 Schüler zeigten ihr einstudiertes Festprogramm. Wirklich ein fröhliches, freundliches, ja ein phantastisches Kinderfest. Als absolut einmalig und großartig habe ich die Auftritte der beiden Musikergruppen des TSV empfunden. Christine Schleifer mit den Originalen und Schorsch Winter mit der Marchingband, das waren beeindruckende Leistungen der Spielleute und imposante Vorstellungen. Nicht zu vergessen die Mädchen der  ColorGuard mit ihren Fahnen und in neue Röcke gekleidet. Und nicht zu vergessen die vielen Helfer und Wasserträger hinter den Kulissen. Alle zusammen haben vor Tausenden von Besuchern wieder einmal eine kräftige, musikalische TSV-Duftmarke hinterlassen.

Puhh, schwitzte ich. Wie ging es da wohl den Musikern? Endlich bekam ich ein Weizen – alkoholfrei. In der Not trinkt man alles. Und es war mir egal, denn innerlich lachte und strahlte ich. Nie zuvor war ich so stolz auf die TSV’ler als an diesem Tag. Am Montag fand fast dasselbe Programm statt. Festzug durch die Stadt und Reigen auf dem Kuniberg - the same procedure as every year. Die TSV’ler waren dabei und gaben selbstverständlich wiederum ihr Bestes.

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