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Karateabteilung feiert Weihnachten

Autor: Heinrich Waggerl
Kategorie: Karate ,  Abteilung
31.01.2012

Am Freitag den 09.12.2011 fand die diesjährige Weihnachtsfeier in  unserer Vereinsgaststätte statt. Pünktlich um 19 Uhr fanden sich erfreulich viele Sportfreunde, Kinder und Eltern im weihnachtlich geschmückten Nebenraum ein. Am Ende mussten sogar noch zusätzliche Tische und Stühle für die über 60 Personen aufgestellt werden. Nachdem jeder ein Glas in der Hand hatte und überall schon munter geplaudert wurde, eröffnete Klaus die Weihnachtsfeier offiziell.

In seiner kleinen zurückblickenden Rede stellte Klaus die besonderen sportlichen Leistungen unserer Abteilung heraus. Wichtig war ihm hierbei auf die besondere Frauenpower unserer Abteilung hinzuweisen. Denn gleich mehrere Frauen können dieses Jahr auf eine erfolgreiche Gürtelprüfung zurückblicken. Besonders zu erwähnen waren hier natürlich die Dan-Prüfungen von Elli und Katharina. Aber auch die anderen abgelegten Prüfungen bis zu den unteren Graduierungen und Gürtelprüfungen der Kinder wurden lobend erwähnt. Ein besonderer Dank galt natürlich auch Jutta für ihre erfolgreiche Jugendarbeit und dem restlichen Trainerteam für kontinuierliche und anspruchsvolle Trainingsarbeit.

Im offiziellen Teil ging es dann mit einer kleinen Geschichte weiter, schön anzuhören für Kinder und Erwachsene. Dabei konnte  ein kleiner Floh dem gerade geborenen Jesus in seiner Krippe das wohl erste Lächeln entlocken. Für die Kinder eine schöne und neue Art der Weihnachtsgeschichte. Und für viele der anwesenden Eltern eine kleine Erinnerung an ihre eigenen Kinder. Es folgte das lang ersehnte gemeinsame Abendessen. Im Anschluss daran konnte mit der Wichtelaktion jeder das wohl erste Weihnachtsgeschenk entgegennehmen. Gestärkt vom guten Essen und in geselliger Runde konnte der Abend bei guten Gesprächen, für die im normalen Trainingsbetrieb nicht die nötige Zeit bleibt, entspannt ausklingen.

Die Weihnachtsgeschichte

Als Josef mit Maria von Nazareth her unterwegs war, um in Bethlehem anzugeben, dass er von David abstamme, was die Obrigkeit so gut wie unsereins hätte wissen können, weil es ja längst geschrieben stand, - um jene Zeit also kam der Engel Gabriel heimlich noch einmal vom Himmel herab, um im Stalle nach dem Rechten zu sehen. Es war ja sogar für einen Erzengel in seiner Erleuchtung schwer zu begreifen, warum es nun der allererbärmlichste Stall sein musste, in dem der Herr zur Welt kommen sollte, und seine Wiege nichts weiter als eine Futterkrippe. Aber Gabriel wollte wenigstens noch den Winden gebieten, dass sie nicht gar zu grob durch die Ritzen pfiffen, und die Wolken am Himmel sollten nicht gleich wieder in Rührung zerfließen und das Kind mit ihren Tränen überschütten, und was das Licht in der Laterne betrat so musste man ihm noch einmal einschärfen, nur bescheiden zu leuchten und nicht etwa zu blenden und zu glänzen wie der Weihnachtsstern.

Der Erzengel stöberte auch alles kleine Getier aus dem Stall, die Ameisen und Spinnen und die Mäuse, es war nicht auszudenken, was geschehen konnte, wenn sich die Mutter Maria vielleicht vorzeitig über eine Maus entsetzte! Nur Esel und Ochs durften bleiben, der Esel, weil man ihn später ohnehin für die Flucht nach Ägypten zur Hand haben musste, und der Ochs, weil er so riesengroß und so faul war, dass ihn alle Heerscharen des Himmels nicht hätten von der Stelle rühren können. Zuletzt verteilte Gabriel noch eine Schar Engelchen im Stall herum auf den Dachsparren, es waren solche von der kleinen Art, die fast nur aus Kopf und Flügeln bestehen. Sie sollten ja auch bloß still sitzen und Acht haben und sogleich Bescheid geben, wenn dem Kinde in seiner nackten Armut etwas Böses drohte. Noch ein Blick in die Runde, dann hob der Mächtige seine Schwingen und rauschte davon. Gut so. Aber nicht ganz gut, denn es saß noch ein Floh auf dem Boden der Krippe in der Streu und schlief. Dieses winzige Scheusal war dem Engel Gabriel entgangen, versteht sich, wann hatte auch ein Erzengel je mit Flöhen zutun!

Als nun das Wunder geschehen war, und das Kind lag leibhaftig auf dem Stroh, so voller Liebreiz und so rührend arm, da hielten es die Engel unterm Dach nicht mehr aus vor Entzücken, sie umschwirrten die Krippe wie ein Flug Tauben. Etliche fächelten dem Knaben balsamische Düfte zu, und die anderen zupften und zogen das Stroh zurecht, damit ihn kein Hälmchen drücken oder zwicken möchte. Bei diesem Geraschel erwachte aber der Floh in der Streu. Es wurde ihm gleich himrnelangst, weil er dachte, es sei jemand hinter ihm her, wie gewöhnlich. Er schlich in der Krippe herum und versuchte alle seine Künste und schließlich, in der äußersten Not, schlüpfte er dem göttlichen Kind ins Ohr. "Vergib mir!" flüsterte der atemlose Floh, "aber ich kann nicht anders, sie bringen mich um, wenn sie mich erwischen. Ich verschwinde gleich wieder, göttliche Gnaden, lass mich nur sehen, wie!" Er äugte also umher und hatte auch gleich seinen Plan. "Höre zu", sagte er, "wenn ich alle Kraft zusammennehme, und wenn du still hältst, dann könnte ich vielleicht die Glatze des heiligen Josef erreichen, und von dort weg kriege ich das Fensterkreuz und die Tür ...". "Spring nur!" sagte das Jesuskind unhörbar, "ich halte stille!" Und da sprang der Floh. Aber es ließ sich nicht vermeiden, dass er das Kind ein wenig kitzelte, als er sich zurechtrückte und die Beine unter den Bauch zog. In diesem Augenblick rüttelte die Mutter Gottes ihren Gemahl aus dem Schlaf. "Ach, sieh doch!" sagte Maria selig, "es lächelt schon!"

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